Um sich rundum ausreichend abzusichern, gibt es enorm viele Versicherungen, die einem das Geld aus der Tasche ziehen. Das ist einerseits natürlich ärgerlich, schließlich möchte man sein sauer verdientes Geld nicht gleich wieder in diverse Versicherungen stecken, auf der anderen Seite sind aber einige Versicherung auch enorm wichtig. Dazu gehört die Pflegeversicherung, die für alle gesetzlich Versicherten Pflicht ist. Als Arbeitnehmer wird die Pflegeversicherung mit 1,95 % berechnet und direkt vom Bruttogehalt abgezogen. Dabei tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit 0,975 % einen gleichgroßen Anteil. Seit 2010 gibt es aber für Kinderlose ab dem 23. Lebensjahr einen Zuschlag von 0,25 %, den man selbst tragen muss. Je nach Höhe des Gehalts, zahlt man so entsprechende Summen in die Pflegekasse ein.

Wer nicht gesetzlich pflichtversichert ist, der sollte möglichst eine private Pflegeversicherung abschließen. Wenn man rechnet, dass man beispielsweise mit einem Beitrag von ca. 60 Euro bei 3.000 Euro Brutto im Monat gut hinkommt, dann sollte das nicht allzu viel sein. Vor allem dann nicht, wenn man sich einmal ansieht, wie es um die Preise in der Pflege bestellt ist. Ein Heimplatz, die noch zu den billigsten Varianten zählen, liegt bei über 3.000 Euro – und das ist dann kein Luxusheim, wohlgemerkt. Auf der anderen Seite stehen die Pflegestufen, bei denen man in der höchsten, also in der Pflegestufe 3, monatlich maximal 685 Euro Pflegegeld bzw. 1.510 Euro als Sachleistung ausgezahlt bekommt. Und der Rest? Tja, den muss man wohl oder übel selbst bezahlen.

Da der Trend aber immer mehr in Richtung Heimpflege geht, man also im Fall der Fälle nicht ins Heim möchte, sondern zuhause weiterleben will, klettern die Kosten enorm nach oben. Je nachdem, wie viel Pflege man benötigt. Die Kosten liegen bei einer 24-Stunden Betreuung natürlich erheblich höher, als wenn die Pflegekraft nur für ein oder zwei Stunden vor Ort ist. Das aber richtet sich dann wiederum nach den Pflegestufen. Wer weniger Pflege benötigt, bekommt auch weniger Leistungen. Ein Teufelskreis! Hat man keine Möglichkeit, mit Renten oder anderen Ersparnissen die Kosten zu begleichen, kann eine häusliche Pflege, die man sich so wünscht, nicht stattfinden. Alternativ können sich aber auch Verwandte oder Freunde um einen kümmern. Doch die Zeit muss man erst einmal haben. Schon allein daran sieht man, wie wichtig eine private Pflegeversicherung ist. Und selbst wenn man diese abgeschlossen hat, ist es nicht sicher, dass das Geld reicht. Weitere Zusatzversicherungen könnten also sinnvoll sein und sollten eingehend geprüft werden. Damit man im Fall der Fälle so leben kann, wie man sich das wünscht.