Investmentfonds sind eine beliebte Form, um an den meist überdurchschnittlich hohen Renditen von börsennotierten Wertpapieren zu partizipieren. Fonds sind deswegen so weit verbreitet, weil sie eine niedrige Einstiegshürde für den Börsenhandel darstellen. So können Anteilsscheine schon mit geringen Beträgen erstanden werden. Bei Aktien ist das zwar auch möglich, angesichts von Mindestgebühren beim Kauf aber in der Regel unsinnig. Zudem kümmern sich die Fondsmanager um die Anlagestrategie. Sie bewerten anhand ihres Fachwissens, ob der Kauf von Aktien oder Anleihen ratsam ist, und investieren aufgrund ihres Expertenurteils das Fondsvermögen.

Risikostreuung als Vorteil

Ein weiteres Argument für den Kauf von Fonds ist die damit verbundene Risikostreuung. Wer mit Aktien oder Anleihen handelt, sollte mit seinem Kapital immer mehrere Titel erwerben. Geht eine Aktiengesellschaft beispielsweise pleite und ist in deren Aktien das gesamte Geld angelegt, ist ein Totalverlust die Folge. Mit dem Kauf mehrerer Wertpapiere wird dieses Risiko minimiert. Um diesen Tipp aber zu beherzigen, bedarf es eines Mindestmaßes an Kapital. Ist dieses bei einem Anleger nicht vorhanden, sollte er auf Fonds setzen. Das Fondsvermögen wird nämlich immer für verschiedene Produkte eingesetzt, die Risikostreuung ist damit verwirklicht.

Viele Varianten an Investmentfonds

Besitzt ein Anleger bereits einen Fonds, überlässt er die konkrete Verwaltung des Vermögens den Profis. Zuvor muss sich ein Interessierter aber für einen konkreten Fonds entscheiden. Angesichts der Vielzahl an Angeboten ist dies nicht leicht. Zu beachten ist, auf welche Bereiche sich ein Produkt konzentriert. So gibt es Rentenfonds und Aktienfonds, aber auch Mischformen aus beiden. Diese Kategorien gibt es wiederum in vielen verschiedenen Varianten. Fonds können sich beispielsweise auf bestimmte Regionen konzentrieren. Manche Aktienfonds beschränken sich auf den europäischen Markt, andere investieren nur in Lateinamerika. Auch die beiden Pole Sicherheit und Renditechancen sind ein Unterscheidungskriterium. Es gibt Fonds mit konservativer Anlagestrategie, zum Beispiel mit Anleihen von kreditwürdigen Staaten oder mit dividendenstarken Aktien. Andere Fonds spezialisieren sich auf hoch verzinste, aber risikoreiche Anleihen oder auf spekulative Aktien. Speziell bei Aktienfonds sind viele Produkte auf dem Markt, die ihren Fokus nur auf bestimmte Branchen wie erneuerbare Energien oder die Automobilindustrie richten.

Kosten beachten!

Investmentfonds sind für die Gesellschaften mit Aufwand verbunden. Es bedarf eines aktiven Managements, Analysen müssen erstellt und anhand dieser Aktien, Anleihen oder andere Finanzprodukte ge- und verkauft werden. Darüber hinaus wollen solche Unternehmen auch Gewinne erzielen. Deshalb erheben sie auf Fonds in zweifacher Weise Gebühren. Erstens gibt es einen sogenannten Ausgabeaufschlag. Dieser ist der Unterschied zwischen Ausgabepreis (Kaufpreis für den Anleger) und Rücknahmepreis. Werden Fonds über eine Direktbank und nicht direkt bei der Investmentgesellschaft gekauft, ist der Ausgabeaufschlag häufig reduziert. Hat man sich für einen Fonds entschieden, lohnt also ein Vergleich des Angebots verschiedener Banken. Zweitens fallen für einen Fonds jährliche Verwaltungsgebühren an. Diese werden nicht von den Anteilseignern eingezogen, sondern aus dem Fondsvermögen entnommen. Letzten Endes zahlt sie auf diese Weise doch der Anleger, weil sich dadurch der Wert seiner Anteilsscheine reduziert. Deshalb sind auch diese Kosten zu berücksichtigen.